LEXiVIE
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Longevity Glossar
C
Zentrale Fachbegriffe aus Longevity, Gesundheit und Wissenschaft
Hinweis
Das LEXiVIE Longevity-Glossar dient der allgemeinen Information und der verständlichen Einordnung wissenschaftlicher und gesundheitsbezogener Begriffe.
Es stellt keine medizinische, diagnostische oder therapeutische Beratung dar und ersetzt nicht die Konsultation qualifizierter Fachpersonen.
Das Glossar wächst fortlaufend und wird regelmäßig aktualisiert.
So bleiben Sie mit den neuesten Erkenntnissen der Longevity - Wissenschaft verbunden.
Weitere Details finden Sie im Disclaimer des LEXiVIE Longevity-Glossars.
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Chromosomen
Chronobiologie
Coenzym Q10
Cortisol
Chromosomen
Definition
Chromosomen sind fadenförmige Strukturen im Zellkern, die die Erbinformation des Menschen in Form von DNA enthalten. Sie bestehen aus DNA und Proteinen (Histonen) und tragen die Gene, die alle biologischen Merkmale und Prozesse steuern.
Bedeutung
Jede menschliche Zelle enthält normalerweise 46 Chromosomen, angeordnet in 23 Paaren. Während der Zellteilung verdoppeln sie sich und stellen sicher, dass die genetische Information präzise an Tochterzellen weitergegeben wird.
Die Stabilität der Chromosomen ist entscheidend für die Zellgesundheit: Schäden oder Verkürzungen – insbesondere an den Telomeren (den Endabschnitten der Chromosomen) – gelten als Marker des biologischen Alterns.
Oxidativer Stress, Entzündungen oder DNA-Schäden beschleunigen den Telomerabbau und fördern damit die Zellalterung.
Lebensstilfaktoren wie Bewegung, pflanzenbasierte Ernährung, ausreichend Schlaf und Stressreduktion tragen dazu bei, die Chromosomenstabilität zu erhalten.
In der Longevity-Forschung stehen Chromosomen im Zentrum, da sie das molekulare Fundament der Zellalterung und Regeneration repräsentieren.
Key Facts
Aufbau: Bestehen aus DNA und Histon-Proteinen.
Funktion: Tragen die gesamte genetische Information der Zelle.
Telomere: Schützen die Enden der Chromosomen vor Abbau.
Alterungsmarker: Verkürzte Telomere gelten als Indikator für biologisches Altern.
Longevity-Aspekt: Zellschutz, Antioxidantien und DNA-Reparatur stabilisieren Chromosomen.
Chronobiologie
Definition
Chronobiologie ist die Wissenschaft, die sich mit zeitlich geordneten biologischen Prozessen beschäftigt. Sie untersucht, wie innere Rhythmen – etwa Schlaf-Wach-Zyklen, Hormonflüsse oder Stoffwechselaktivitäten – entstehen, gesteuert und mit Umweltreizen synchronisiert werden.
Bedeutung
Die Chronobiologie erforscht, wie die „innere Uhr“ die Physiologie des Menschen taktet und warum Abweichungen davon langfristig die Gesundheit beeinträchtigen können.
Zentrale Strukturen sind der suprachiasmatische Nukleus (SCN) im Gehirn als Hauptzeitgeber und periphere Uhren in Organen wie Leber, Herz und Muskeln.
Chronobiologische Forschung zeigt, dass nahezu alle Gene rhythmisch aktiv sind und Prozesse wie Zellteilung, DNA-Reparatur, Stoffwechsel und Hormonfreisetzung tageszeitabhängig gesteuert werden.
Störungen der inneren Zeit – etwa durch Schichtarbeit, Jetlag oder chronischen Schlafmangel – führen zu einem Missverhältnis zwischen äußerem Tag-Nacht-Zyklus und innerer Uhr. Dies erhöht das Risiko für Stoffwechsel-, Herz-Kreislauf- und neurodegenerative Erkrankungen.
In der Longevity-Forschung liefert die Chronobiologie die Grundlage für Konzepte wie Time-Restricted Eating, zirkadiane Ernährung und die Optimierung des Schlaf-Wach-Rhythmus, um Zellreparatur und Regeneration zu fördern.
Key Facts
Forschungsfeld: Wissenschaft biologischer Zeitstrukturen.
Zentrale Steuerung: Suprachiasmatischer Nukleus im Hypothalamus.
Kernprozesse: Genaktivität, Stoffwechsel, Hormonregulation, Zellreparatur.
Störfaktoren: Jetlag, Schichtarbeit, künstliches Licht, unregelmäßiger Schlaf.
Longevity-Bezug: Rhythmisch strukturierter Lebensstil fördert Zellgesundheit und Energieeffizienz.
Coenzym Q10
Definition
Coenzym Q10 (Ubichinon) ist ein vitaminähnliches Molekül, das in allen Körperzellen vorkommt und eine Schlüsselrolle in der mitochondrialen Energieproduktion spielt. Es fungiert zudem als starkes Antioxidans und schützt Zellen vor oxidativem Stress.
Bedeutung
Q10 ist integraler Bestandteil der Atmungskette in den Mitochondrien, wo es Elektronen zwischen Enzymkomplexen überträgt und die Bildung von ATP – der universellen Zellenergie – ermöglicht.
Mit zunehmendem Alter sinkt die körpereigene Q10-Synthese, was zu Energieverlust, Muskelschwäche und höherer Anfälligkeit für oxidativen Stress führen kann.
Auch bestimmte Medikamente, insbesondere Statine, können den Q10-Spiegel verringern, da sie die Cholesterinbiosynthese blockieren, in deren Stoffwechselweg Q10 entsteht.
Studien zeigen, dass eine moderate Supplementierung die Herzfunktion, Muskelleistung und antioxidative Kapazität verbessern kann.
In der Longevity-Forschung gilt Q10 als unterstützender Faktor für mitochondrialen Schutz, Zellregeneration und Energieeffizienz.
Key Facts
Funktion: Elektronentransport und Energieproduktion in den Mitochondrien.
Antioxidans: Neutralisiert freie Radikale und schützt Zellmembranen.
Alterung: Q10-Spiegel sinkt mit zunehmendem Alter.
Interaktion: Statine reduzieren die körpereigene Q10-Synthese.
Longevity-Potenzial: Unterstützt Energiehaushalt, Herzfunktion und Zellschutz.
Cortisol
Definition
Cortisol ist ein Steroidhormon, das in der Nebennierenrinde produziert wird. Es gilt als das zentrale Stresshormon des Körpers und beeinflusst Stoffwechsel, Immunsystem und Entzündungsreaktionen.
Bedeutung
Cortisol folgt einem ausgeprägten zirkadianen Rhythmus: Die Konzentration ist morgens am höchsten, um den Körper zu aktivieren, und fällt im Laufe des Tages ab, um Erholung und Schlaf vorzubereiten.
Kurzfristig steigert Cortisol die Energieverfügbarkeit, indem es die Glukoseproduktion in der Leber erhöht, Entzündungen hemmt und die Aufmerksamkeit steigert.
Chronisch erhöhte Cortisolspiegel – etwa durch Dauerstress, Schlafmangel oder unregelmäßige Lebensrhythmen – führen jedoch zu Insulinresistenz, Fettansammlung im Bauchraum, Muskelschwund und beschleunigter Zellalterung.
Eine gesunde Cortisolbalance ist daher essenziell: Regelmäßiger Schlaf, Entspannungsroutinen, Bewegung und bewusste Ernährung helfen, die natürliche Ausschüttung zu stabilisieren.
Key Facts
Hormonklasse: Glukokortikoid, produziert in der Nebennierenrinde.
Funktion: Aktiviert Energieversorgung und Stressreaktion.
Rhythmus: Höchster Spiegel am Morgen, niedrigster in der Nacht.
Risiko: Chronischer Stress stört Regulation und beschleunigt Alterung.
Longevity-Aspekt: Stressmanagement und Schlafqualität fördern hormonelle Balance.
Hinweis
Das LEXiVIE Longevity-Glossar dient der allgemeinen Information und der verständlichen Einordnung wissenschaftlicher und gesundheitsbezogener Begriffe.
Es stellt keine medizinische, diagnostische oder therapeutische Beratung dar und ersetzt nicht die Konsultation qualifizierter Fachpersonen.
Das Glossar wächst fortlaufend und wird regelmäßig aktualisiert.
So bleiben Sie mit den neuesten Erkenntnissen der Longevity - Wissenschaft verbunden.
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