LEXiVIE
LEXiVIE
Longevity Glossar
D
Zentrale Fachbegriffe aus Longevity, Gesundheit und Wissenschaft
Hinweis
Das LEXiVIE Longevity-Glossar dient der allgemeinen Information und der verständlichen Einordnung wissenschaftlicher und gesundheitsbezogener Begriffe.
Es stellt keine medizinische, diagnostische oder therapeutische Beratung dar und ersetzt nicht die Konsultation qualifizierter Fachpersonen.
Das Glossar wächst fortlaufend und wird regelmäßig aktualisiert.
So bleiben Sie mit den neuesten Erkenntnissen der Longevity - Wissenschaft verbunden.
Weitere Details finden Sie im Disclaimer des LEXiVIE Longevity-Glossars.
D
DHEA
DNA
Darmmikrobiom
Detox
Dopamin
DHEA
Definition
DHEA, ausgeschrieben Dehydroepiandrosteron, ist ein Steroidhormon, das überwiegend in der Nebennierenrinde gebildet wird. Es dient als Vorstufe für die Geschlechtshormone Östrogen und Testosteron und beeinflusst zahlreiche Stoffwechsel-, Immun- und Alterungsprozesse.
Bedeutung
DHEA gilt als eines der zentralen „Jungbrunnen-Hormone“ des Körpers, da es im jungen Erwachsenenalter seinen Höchstwert erreicht und danach kontinuierlich abnimmt – bei vielen Menschen um bis zu 80 % bis zum hohen Alter.
Es wirkt auf vielfältige Weise:
unterstützt die Proteinsynthese und Muskelregeneration,
stärkt das Immunsystem,
verbessert die Stresstoleranz durch Wechselwirkung mit Cortisol,
und fördert die neuronale Funktion im Gehirn.
Ein niedriger DHEA-Spiegel wird mit Erschöpfung, Antriebslosigkeit, verminderter Libido, Insulinresistenz und beschleunigter Zellalterung in Verbindung gebracht.
Zu hohe Spiegel hingegen können zu hormonellen Dysbalancen, Hautproblemen oder Haarverlust führen.
In der Longevity-Forschung wird DHEA als potenzieller Marker des biologischen Alters untersucht. Studien deuten darauf hin, dass moderate Werte mit besserer Energie, Stimmung, Knochendichte und Immunfunktion assoziiert sind.
Eine Supplementierung sollte jedoch nur nach ärztlicher Kontrolle erfolgen, da die Langzeitwirkung und optimale Dosierung individuell stark variieren.
Key Facts
Hormonklasse: Steroid, Vorläufer von Östrogen und Testosteron.
Produktion: Hauptsächlich in der Nebennierenrinde.
Alterung: DHEA-Spiegel sinkt ab dem 30. Lebensjahr stetig.
Funktion: Unterstützt Energie, Immunsystem, Regeneration und Stresstoleranz.
Longevity-Aspekt: Moderate Spiegel korrelieren mit Vitalität und Gesundheitsspanne.
DNA
Definition
DNA, ausgeschrieben Desoxyribonukleinsäure, ist das Molekül, das die gesamte genetische Information eines Organismus enthält. Sie bildet den Träger des Erbguts und speichert die Baupläne für alle Proteine, die Struktur, Funktion und Regulation der Zellen bestimmen.
Bedeutung
Die DNA liegt in Form eines Doppelstrangs im Zellkern vor und besteht aus vier Basen – Adenin (A), Thymin (T), Guanin (G) und Cytosin (C). Diese Basenpaare bilden die „Sprache“ der genetischen Information.
Bei jeder Zellteilung wird die DNA präzise kopiert, um die genetische Identität der Zellen zu erhalten. Gleichzeitig kann sie durch äußere Einflüsse wie UV-Strahlung, oxidativen Stress oder Umweltgifte geschädigt werden.
Fehler in der DNA-Struktur – sogenannte Mutationen – können zu Fehlfunktionen oder Erkrankungen führen.
Der Körper verfügt über ausgeklügelte DNA-Reparaturmechanismen, die Schäden erkennen und korrigieren. Mit zunehmendem Alter nimmt diese Reparaturleistung ab, was zur Anhäufung von Mutationen beiträgt – ein zentraler Mechanismus des biologischen Alterns.
In der Longevity-Forschung steht die Erhaltung der DNA-Integrität im Mittelpunkt: Maßnahmen wie Antioxidantien, ausgewogene Ernährung, ausreichender Schlaf, Bewegung und Stressreduktion unterstützen die genomische Stabilität und wirken Alterungsprozessen entgegen.
Key Facts
Erbinformation: Trägt alle genetischen Baupläne des Lebens.
Struktur: Doppelhelix aus Zucker-, Phosphat- und Basenpaaren (A, T, G, C).
Reparatur: DNA-Reparatursysteme korrigieren Schäden und Mutationen.
Alterung: Abnehmende Reparaturfähigkeit führt zu genomischer Instabilität.
Longevity-Aspekt: Gesunde Lebensweise unterstützt die DNA-Stabilität und Zellregeneration.
Darmmikrobiom
Definition
Das Darmmikrobiom bezeichnet die Gesamtheit aller Mikroorganismen – vor allem Bakterien, Viren und Pilze – im menschlichen Darm. Diese komplexe Gemeinschaft spielt eine zentrale Rolle bei Verdauung, Immunsystem, Stoffwechsel und neuronaler Kommunikation.
Bedeutung
Im Darm leben schätzungsweise über 100 Billionen Mikroorganismen, deren genetisches Material das menschliche Genom um ein Vielfaches übertrifft.
Ein ausgewogenes Mikrobiom unterstützt die Nährstoffaufnahme, produziert kurzkettige Fettsäuren (z. B. Butyrat) für die Energieversorgung der Darmschleimhaut und stärkt die Barrierefunktion gegen Krankheitserreger.
Es kommuniziert eng mit dem Gehirn über die Darm-Hirn-Achse und beeinflusst so Stimmung, Stressverarbeitung und Entzündungsaktivität.
Ein Ungleichgewicht – die sogenannte Dysbiose – wird mit zahlreichen Erkrankungen in Verbindung gebracht: von Reizdarm und Fettleber über Insulinresistenz bis hin zu Depressionen und neurodegenerativen Prozessen.
In der Longevity-Forschung gilt ein stabiles, vielfältiges Mikrobiom als Marker gesunder Alterung. Ernährung, Ballaststoffe, Fermentiertes und präbiotische Pflanzenstoffe können die bakterielle Vielfalt fördern und Entzündungen regulieren.
Key Facts
Definition: Gesamtheit aller Mikroorganismen im Darm.
Funktion: Verdauung, Immunregulation, Stoffwechselsteuerung.
Darm-Hirn-Achse: Mikrobiom beeinflusst Stimmung und Stressreaktionen.
Dysbiose: Ungleichgewicht begünstigt chronische Erkrankungen.
Longevity-Faktor: Vielfalt und Stabilität des Mikrobioms fördern Gesundheit und Langlebigkeit.
Detox
Definition
Detox bezeichnet die natürlichen Entgiftungsmechanismen des Körpers, mit denen Stoffwechselprodukte, Umweltgifte und Zellrückstände neutralisiert und ausgeschieden werden. Diese Prozesse laufen kontinuierlich über Leber, Nieren, Haut, Lunge und Darm ab.
Bedeutung
Detox ist kein einmaliger Vorgang, sondern ein permanentes physiologisches System, das chemische Stoffe in harmlose, wasserlösliche Verbindungen umwandelt.
Die Leber spielt dabei die zentrale Rolle: Enzyme der Phase I (z. B. Cytochrom P450) und Phase II (z. B. Glutathion-Konjugation) bauen Schadstoffe ab. Nieren, Darm und Haut übernehmen anschließend die Ausscheidung.
In der Longevity-Forschung steht Detox für zelluläre Entlastung – insbesondere durch Mechanismen wie Autophagie, oxidativen Stressabbau und Lymphzirkulation.
Eine übermäßige Belastung durch Umweltgifte, Alkohol, Medikamente oder verarbeitete Lebensmittel kann die Entgiftungskapazität überfordern.
Lebensstilfaktoren wie nährstoffreiche Ernährung, Bewegung, Saunagänge, ausreichende Hydrierung und Antioxidantien (z. B. Glutathion, Vitamin C, Polyphenole) unterstützen die körpereigenen Entgiftungssysteme.
Key Facts
Körpereigen: Detox ist ein natürlicher, kontinuierlicher Prozess.
Hauptorgane: Leber, Nieren, Lunge, Haut und Darm.
Zellulär: Autophagie und antioxidative Systeme unterstützen Entgiftung.
Belastungen: Umweltgifte, Alkohol und Stress schwächen die Kapazität.
Longevity-Aspekt: Gesunde Ernährung, Bewegung und Schlaf fördern effektive Entgiftung.
Dopamin
Definition
Dopamin ist ein Neurotransmitter, der in verschiedenen Gehirnregionen produziert wird und entscheidend an Motivation, Belohnung, Lernen, Bewegung und emotionaler Regulation beteiligt ist. Es gilt als zentraler Botenstoff für Antrieb und Lebensenergie.
Bedeutung
Dopamin wird vor allem im mesolimbischen System und in der Substantia nigra freigesetzt. Es aktiviert neuronale Schaltkreise, die Freude, Zielstrebigkeit und Handlungsbereitschaft fördern.
Ein ausgeglichener Dopaminspiegel ist essenziell für geistige Leistungsfähigkeit, emotionale Stabilität und körperliche Koordination.
Mangelzustände werden mit Antriebslosigkeit, Konzentrationsproblemen und neurodegenerativen Erkrankungen wie Morbus Parkinson in Verbindung gebracht, während eine Überaktivität mit Impulskontrollstörungen oder Suchtverhalten assoziiert ist.
Der Dopaminstoffwechsel steht im engen Zusammenhang mit Schlaf, Ernährung, Bewegung und Sonnenlicht.
In der Longevity-Forschung wird Dopamin als Indikator neurobiologischer Vitalität betrachtet: stabile Werte unterstützen kognitive Gesundheit, emotionale Resilienz und Motivation – zentrale Voraussetzungen für ein langes, erfülltes Leben.
Key Facts
Funktion: Neurotransmitter für Motivation, Belohnung und Bewegung.
Bildung: Produziert in Substantia nigra und Hypothalamus.
Balance: Ungleichgewicht beeinflusst Stimmung, Fokus und Verhalten.
Defizit: Dopaminmangel begünstigt Parkinson, Depression und Erschöpfung.
Longevity-Bezug: Aktiver Lebensstil, Schlaf und Sonnenlicht stabilisieren Dopaminproduktion.
Hinweis
Das LEXiVIE Longevity-Glossar dient der allgemeinen Information und der verständlichen Einordnung wissenschaftlicher und gesundheitsbezogener Begriffe.
Es stellt keine medizinische, diagnostische oder therapeutische Beratung dar und ersetzt nicht die Konsultation qualifizierter Fachpersonen.
Das Glossar wächst fortlaufend und wird regelmäßig aktualisiert.
So bleiben Sie mit den neuesten Erkenntnissen der Longevity - Wissenschaft verbunden.
Weitere Details finden Sie im Disclaimer des LEXiVIE Longevity-Glossars.