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LEXiVIE

Longevity Glossar

P

Zentrale Fachbegriffe aus Longevity, Gesundheit und Wissenschaft

Hinweis


Das LEXiVIE Longevity-Glossar dient der allgemeinen Information und der verständlichen Einordnung wissenschaftlicher und gesundheitsbezogener Begriffe.
Es stellt keine medizinische, diagnostische oder therapeutische Beratung dar und ersetzt nicht die Konsultation qualifizierter Fachpersonen.

Das Glossar wächst fortlaufend und wird regelmäßig aktualisiert.

So bleiben Sie mit den neuesten Erkenntnissen der Longevity - Wissenschaft verbunden.

Weitere Details finden Sie im Disclaimer des LEXiVIE Longevity-Glossars.

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PGC-1α

Peptide

Polyphenole

Proteom

Proteostase

PGC-1α

Definition
PGC-1α (Peroxisome Proliferator-Activated Receptor Gamma Coactivator 1-alpha) ist ein zentrales Steuerprotein, das die Bildung neuer Mitochondrien und die Energieproduktion in Zellen reguliert.


Bedeutung
PGC-1α wird durch Energiemangel, Bewegung, Kälte, Fasten und Aktivierung von AMPK oder Sirtuinen stimuliert.
Es fördert Mitochondrienbiogenese, antioxidative Abwehr und metabolische Flexibilität.
Ein aktiver PGC-1α-Signalweg gilt als Marker jugendlicher Zellaktivität, während seine Abnahme mit Alterung, Muskelschwäche und Stoffwechselstörungen verbunden ist.
Die Forschung untersucht, wie Lebensstilinterventionen und bestimmte Mikronährstoffe (z. B. Resveratrol, PQQ, Coenzym Q10) PGC-1α natürlich aktivieren können.


Key Facts

  • Funktion: Regulator der Mitochondrienbiogenese

  • Aktivierung: Durch Bewegung, Fasten, Kälte, Sirtuine

  • Wirkung: Steigert Energieproduktion und Zellschutz

  • Abnahme: Mit Alter und Inaktivität verbunden

  • Longevity-Aspekt: Fördert mitochondriale Jugend und Leistungsfähigkeit

Peptide

Definition
Peptide sind kurze Ketten aus Aminosäuren, die als Signalmoleküle im Körper wirken. Sie regulieren biologische Prozesse wie Zellkommunikation, Hormonaktivität, Immunreaktionen und Gewebereparatur.


Bedeutung
Je nach Struktur können Peptide anabole, regenerative oder entzündungshemmende Effekte haben. Einige bekannte Beispiele sind Kollagenpeptide, Thymosin-β4, GHK-Cu und Epitalon.
In der Longevity-Forschung werden Peptide untersucht, weil sie gezielt Signalwege aktivieren, die DNA-Reparatur, Mitochondrienaktivität oder Hautregeneration fördern.
Die klinische Anwendung ist komplex, da Peptide empfindlich auf Verdauungsenzyme reagieren und meist über Injektionen oder spezielle Trägersysteme verabreicht werden müssen.


Key Facts

  • Struktur: Kurze Aminosäureketten mit Signalwirkung

  • Funktion: Regulieren Wachstum, Immunität, Regeneration

  • Beispiele: GHK-Cu, Epitalon, Kollagenpeptide

  • Forschung: Modulation von DNA-Reparatur und Zellstoffwechsel

  • Longevity-Aspekt: Präzise Steuerung zellulärer Erneuerungsprozesse

Polyphenole

Definition
Polyphenole sind sekundäre Pflanzenstoffe, die in Obst, Gemüse, Tee, Kakao, Wein und Kräutern vorkommen. Sie wirken als starke Antioxidantien und modulieren zahlreiche zelluläre Signalwege, die mit Entzündung, Stress und Alterung zusammenhängen.


Bedeutung
Zu den bekanntesten Vertretern zählen Resveratrol, Quercetin, Catechine und Curcumin. Polyphenole aktivieren Schutzenzyme wie Nrf2, steigern die Sirtuinaktivität und können mTOR hemmen.
Dadurch fördern sie Autophagie, reduzieren oxidativen Stress und stabilisieren Zellmembranen.
In der Longevity-Forschung werden sie als „nutraceuticals“ untersucht – natürliche Wirkstoffe, die gleichzeitig präventiv und therapeutisch wirken können. Ihre Wirkung hängt stark von Bioverfügbarkeit und Aufnahme über die Ernährung ab.


Key Facts

  • Quellen: Beeren, Trauben, grüner Tee, Kurkuma, Kakao

  • Mechanismen: Antioxidativ, entzündungshemmend, hormetisch

  • Signalwege: Aktivieren Nrf2, Sirtuine, AMPK

  • Wirkung: Zellschutz, verbesserte Regeneration

  • Longevity-Aspekt: Pflanzliche Moleküle mit zellverjüngender Wirkung

Proteom

Definition

Das Proteom umfasst die Gesamtheit aller aktiven Proteine einer Zelle, eines Gewebes oder Organismus zu einem bestimmten Zeitpunkt. Da Proteine in ständiger Wechselwirkung stehen und sich fortlaufend verändern, ist das Proteom ein dynamisches Abbild der aktuellen zellulären Aktivität.


Bedeutung

Proteine steuern nahezu alle biologischen Prozesse des Körpers – von Stoffwechselreaktionen über Signalübertragung bis hin zu Reparatur- und Abwehrmechanismen. Veränderungen im Proteom spiegeln die Reaktionen des Organismus auf Umweltfaktoren, Ernährung, Alterung und Krankheiten wider.
In der modernen Longevity-Forschung gilt das Proteom als empfindlicher Frühindikator für Zellalterung und metabolische Dysfunktionen. Die Analyse dieser Proteinmuster, die sogenannte Proteomik, ermöglicht es, Alterungsprozesse, Krankheitsrisiken und Wirkmechanismen von Interventionen präziser zu verstehen.
Lebensstilfaktoren wie ausgewogene Ernährung, Bewegung und ausreichender Schlaf wirken direkt auf das Proteom ein. Antioxidantienreiche Kost und Fasten können oxidativen Stress reduzieren, der Proteine schädigt und Fehlfaltungen begünstigt.
Entscheidend für Langlebigkeit ist eine stabile Proteinhomöostase – also das Gleichgewicht zwischen Aufbau, Faltung und Abbau von Proteinen. Wird dieses System gestört, häufen sich beschädigte oder falsch gefaltete Proteine an, was mit neurodegenerativen Erkrankungen und beschleunigtem Altern in Verbindung gebracht wird.


Key Facts

  • Gesamtproteine: Das Proteom umfasst alle funktionellen Proteine einer Zelle oder eines Organismus.

  • Dynamische Anpassung: Verändert sich kontinuierlich durch Alterung, Ernährung und Umweltreize.

  • Molekularer Spiegel: Liefert frühe Hinweise auf Krankheitsentstehung und Zellalterung.

  • Proteomik-Forschung: Erlaubt präzise Analyse von Alterungsmechanismen und zellulären Stressreaktionen.

  • Lebensstil-Einfluss: Ernährung, Bewegung und Schlaf modulieren Proteinstrukturen und -funktionen.

  • Zellgesundheit: Eine stabile Proteinhomöostase schützt vor Fehlfaltung, Zellstress und Funktionsverlust.

Proteostase

Definition

Proteostase (kurz für Protein Homeostasis) bezeichnet das dynamische Gleichgewicht zwischen der Synthese, Faltung und dem Abbau von Proteinen in der Zelle. Sie stellt sicher, dass funktionsfähige Proteine in ausreichender Menge vorhanden sind und fehlgefaltete oder beschädigte Eiweiße rechtzeitig erkannt und beseitigt werden.


Bedeutung

Die Aufrechterhaltung der Proteostase ist essenziell für Zellgesundheit und Langlebigkeit. Da Proteine nahezu alle biologischen Prozesse steuern, hängt die Stabilität der zellulären Funktionen unmittelbar von der Qualität ihrer Proteinstruktur ab.
Ein komplexes Netzwerk aus Chaperonen (Moleküle, die Proteine korrekt falten), Proteasomen und Lysosomen (Abbau- und Recycling-Systeme) sorgt dafür, dass beschädigte oder fehlgefaltete Proteine erkannt, repariert oder abgebaut werden.
Mit zunehmendem Alter nimmt die Effizienz dieser Kontrollmechanismen ab – Fehlfaltungen, Aggregatbildung und Proteinakkumulation häufen sich. Diese Prozesse gelten als typische Kennzeichen des Alterns und stehen in engem Zusammenhang mit neurodegenerativen Erkrankungen wie Alzheimer, Parkinson und ALS.
In der Longevity-Forschung wird Proteostase als ein Schlüsselfaktor betrachtet, um zelluläre Homöostase, metabolische Stabilität und Regenerationsfähigkeit zu bewahren. Strategien wie Fasten, körperliche Aktivität oder thermischer Stress (Kälte/Wärme) können proteostatische Prozesse stimulieren und so die zelluläre Widerstandskraft fördern.


Key Facts

  • Proteinbalance: Reguliert Aufbau, Faltung, Transport und Abbau von Proteinen.

  • Qualitätskontrolle: Chaperone und Abbau-Systeme sichern die Struktur- und Funktionsintegrität von Eiweißen.

  • Zellschutz: Verhindert toxische Proteinaggregate, die Zellen schädigen und altern lassen.

  • Alterungsmarker: Verlust der Proteostase gilt als Kennzeichen zellulärer Alterung und neurodegenerativer Erkrankungen.

  • Longevity-Mechanismus: Eine stabile Proteostase verlängert die Funktionsfähigkeit der Zellen und unterstützt gesunde Lebensspanne.

  • Forschung: Aktivierung durch Lebensstilfaktoren wie Fasten, Bewegung und hormetische Reize wird intensiv untersucht.

Hinweis


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Es stellt keine medizinische, diagnostische oder therapeutische Beratung dar und ersetzt nicht die Konsultation qualifizierter Fachpersonen.

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